Der deutsche Automobilkonzern BMW hat seine chinesische Tochtergesellschaft angewiesen, geplante Fahrzeugexporte nach Russland „kategorisch abzulehnen“. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine Unternehmensmitteilung. BMW erklärte, dass die Einfuhr deutscher Fahrzeuge nach Russland über Parallelimporte gegen den Willen des Konzerns erfolge. Demnach hat BMW keinen Einfluss auf diesen Handel.
Laut Reuters hat sich China zum wichtigsten Absatzkanal für europäische Autos nach Russland entwickelt. China umgehe die Sanktionen gegen Autoverkäufe an russische Händler, indem es neue Fahrzeuge als Gebrauchtwagen deklariere, heißt es weiter. Die Zahl der aus China exportierten Autos soll sich seit 2023 mehr als verdoppelt haben.
BMW und viele andere westliche Automobilhersteller stellten nach dem 24. Februar 2022 ihre Lieferungen nach Russland ein. Zur Einfuhr von Originalwaren nach Russland wurde der sogenannte Parallelimport etabliert, der ohne offizielle Genehmigung des Rechteinhabers oder Herstellers erfolgt. / Reuters (EN), Kommersant (RU)