Blumen: Importanteil bleibt hoch

Russland bleibt stark abhängig von Blumenimporten, befand eine Studie der Unternehmensberatung B1, dem einstigen EY in Russland. Im vergangenen Jahr waren 78% der in Russland verkauften Schnittblumen ausländischen Ursprungs. Das Marktvolumen lag bei insgesamt 1,1 Mrd. Dollar, 2,9% über dem Vorjahreswert.

Aus den Niederlanden, dem Weltmarktführer bei Schnittblumen, kamen 32% der Importe. Allerdings haben viele niederländische Produzenten seit 2020 ihre Produktion nach Ecuador und Kenia verlagert, wo das günstigere Klima zu geringeren Selbstkosten führt. Aus Ecuador stammten 40% der russischen Blumenimporte, aus Kenia 10%.

Der russische Anteil am heimischen Markt lag 2018 bei 12% und im 1. Halbjahr 2025 bei 22%. Seit 2020 wurden in Russland 16 Hektar Gewächshäuser errichtet, berichtet der russische Blumenzüchterverband NAZ. In Armenien seien es allein in den vergangenen drei Jahren 24 Hektar gewesen, bemerkt der Verband. Auch die Erhöhung des Zolls auf Blumen aus westlichen Ländern Mitte 2024 brachte nicht den erhofften Schub. Blumen niederländischer Produzenten gelangen nicht nur aus Südamerika und Afrika nach Russland, sondern zunehmend auch über andere Mitgliedsländer der Eurasischen Wirtschaftsunion, konstatieren Marktteilnehmer. / Izvestia (RU)

12.02.2026

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