Die Ausgaben des russischen Staats für subventionierte Kredite beliefen sich im vergangenen Jahr auf 2,8 Bio. Rubel (30 Mrd. Euro) und lagen damit um 58% über dem Plan. Das stellte der russische Rechnungshof in seinem Bericht zur Ausführung des Haushalts 2025 fest. In dem Posten sind Zahlungen an Banken enthalten, denen der Staat entgangene Kreditzinsen etwa für Hypothekenkredite kompensiert. Neben Immobilienkäufern fördert der Staat damit u. a. auch Agrarbetriebe und Rüstungsunternehmen, wenn diese für den zivilen Sektor produzieren.
Das Finanzministerium erklärt die Mehrausgaben größtenteils mit dem hohen Leitzins. Er lag 2025 bei durchschnittlich 19,2% und war damit deutlich höher als die Prognose von 15,1%, die dem Haushalt 2025 zugrunde lag. Für den laufenden Haushalt rechnet das Ministerium mit einem durchschnittlichen Leitzinsniveau von rund 12,5%, was unter der aktuellen Prognose der Zentralbank von 13,5–14,5% liegt. / Vedomosti (RU)