Angebot für UniCredit

Drei Unternehmen aus den Vereinigten Arabischen Emiraten haben der italienischen Regierung eine Übernahme des Russlandgeschäfts der UniCredit-Bank angeboten. Der Kaufpreis solle um 60% unter dem Marktwert des Unternehmens liegen, berichtet unter anderem die Nachrichtenagentur Reuters. Bei den Interessenten handelt es sich um die wenig bekannten Investmentgesellschaften Asas Capital und Mada Capital sowie das Investment- und Beratungsunternehmen Inweasta. Letzteres hat im vergangenen Jahr das Russlandgeschäft der tschechischen PPF Group, den Lebensversicherer PPF Life Insurance, übernommen. UniCredit hat sich bisher Forderungen nach einem Rückzug aus Russland unter Verweis auf die damit verbundenen finanziellen Verluste widersetzt.

Ein Verkauf der russischen UniCredit-Bank müsste von Russland, Italien, EU, USA und der Europäischen Zentralbank genehmigt werden. Reuters zitiert aus einem ihm vorliegenden Dokument, in dem betont wird, dass die beteiligten Firmen nicht sanktioniert seien und dass die Finanzierung vollständig aus den Emiraten stamme. Die Wirtschaftszeitung Kommersant erfuhr allerdings von ihren Quellen, dass hinter den möglichen Käufern letztlich die Alfa-Bank stehe. Der Umweg über die arabischen Unternehmen sei nötig, da sich die größte russische Privatbank unter EU-Santktionen befindet. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7756533) (RU), [Reuters](https://www.reuters.com/business/finance/gulf-firms-approach-italys-treasury-buy-unicredits-russian-assets-document-shows-2025-05-28/) (EN)

29.05.2025

Vorheriger Beitrag

Russische Weine dominieren

Nächster Beitrag

Kaliningrad mit Kartoffel-Lieferstopp

Unser Telegram-Kanal

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Telegram-Kanal

Возврат к списку