Schlechte Ernte, weniger Selbstversorger

Die Kartoffelpreise in Russland haben sich im Vergleich zum vergangenen Frühling vervielfacht (siehe Grafik). Anfang Mai kostet ein Kilo im Einzelhandel im Schnitt 85,4 Rubel (0,93 Euro). Die Großhandelspreise haben sich auf 51 Rubel (0,56 Euro) mehr als vervierfacht.

Preisschwankungen sind bei Kartoffeln nicht ungewöhnlich. So kostete z. B. ein Kilo Mitte 2022 fast 70 Rubel (0,75 Euro) und im Herbst desselben Jahres weniger als 30 Rubel (0,32 Euro). Ein Grund dafür ist, dass zunächst die heimische Ernte auf den Markt kommt. Wenn sie verkauft ist, setzt der Einzelhandel auf die teureren Importe. Wegen der guten Ernte des Jahres 2023 war dieser Effekt im vergangenen Jahr weniger ausgeprägt. 2024 fiel die Ernte jedoch schlecht aus, sodass schon früh im laufenden Jahr das Angebot in den Läden zu 40% aus Importen aus Ägypten, Pakistan und China besteht, schreibt die Wirtschaftszeitung Kommersant.

Ein weiterer Grund für die steigenden Preise ist, dass immer weniger Russen selbst Kartoffeln anbauen, meint der Verband der Kartoffel- und Gemüsebauern. Zu Beginn des Jahrtausends seien 95% der heimischen Produktion privat erzeugt worden, aktuell sei es in etwa die Hälfte. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7696313), [2](https://www.kommersant.ru/doc/7711266), [AB-Zentr](https://ab-centre.ru/news/ceny-na-rossiyskiy-kartofel-analiz-v-tekuschem-periode) (alle RU)

09.05.2025

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