Einbruch nach Förderstopp

Im vergangenen Jahr haben russische Banken ein Rekordvolumen von 7,8 Bio. Rubel (heute 70Mrd. Euro) an Hypothekenkrediten an die Bürger vergeben, was größtenteils der staatlichen Subvention von Immobilienkrediten zu verdanken war. Im Juli 2024 ist die allgemeine Förderung ausgelaufen, und auch die weiterlaufenden Programme für IT-Spezialisten und Familien wurden restriktiver. Das Resultat ist ein Einbruch der vergebenen Kredite im August um rund 50% zum Vorjahresmonat (siehe Grafik). Grund dafür ist, dass die geförderten Kredite zuletzt mit 6% bis 8% verzinst waren, während die marktübliche Verzinsung infolge der Leitzinserhöhungen schon weit über 20% liegt.

Ende vergangener Woche gab die russische Zentralbank die Zahlen für Oktober bekannt, die ein ähnliches Bild zeichnen. Das Gesamtvolumen der Hypothekenkredite lag mit 367 Mrd. Rubel (3,3 Mrd. Euro) um 52% unter dem Wert von Oktober 2023. Die Anzahl der Kredite ging um 53% auf 95.000 zurück.

Für das Gesamtjahr erwarten die Analysten der Sberbank wegen des starken 1. Halbjahrs ein Volumen von rund 5 Bio. Rubel (45 Mrd. Euro), was einer der drei höchsten Werte des vergangenen Jahrzehnts wäre. / [TASS](https://tass.ru/nedvizhimost/21824257), [Interfax](https://www.interfax.ru/business/995142) (beide RU)

03.12.2024

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