In Russland werden mehrere mögliche Vergeltungsmaßnahmen diskutiert. Das Wirtschaftsportal RBC führt einige Vorschläge auf, wobei es sich auf drei mit den Beratungen vertraute Quellen im Finanzsektor beruft.
Ein mögliches „Kompensationsmodell“, das von zwei der Quellen angeführt wird, ist das vollständige Abschreiben der in Russland seit 2022 blockierten Guthaben ausländischer Investoren. Eine zweite Option wäre der Zugriff auf westliche Direktinvestitionen, die „direkt oder indirekt dem Staat zuzuordnen sind“. Betroffen wären möglicherweise Investitionen souveräner und quasi-souveräner Fonds, von Banken mit direkter oder indirekter staatlicher Beteiligung sowie internationaler Finanzinstitutionen. Einer der Insider erklärt, dass die Regierung eine breite Liste möglicher Ziele der Gegenmaßnahmen prüfe. Als Beispiele führte er den norwegischen Staatsfonds, den niederländischen Pensionsfonds APG und die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung.
Insgesamt ist das Volumen dieser Investitionen geringer als das der in der EU eingefrorenen russischen Vermögenswerte. Diese Vergeltungs-Variante könnte jedoch nur „der erste Schritt“ sein, so der Bericht. / Frank Media (RU)