Heute vor genau zehn Jahren hat Russlands Präsident Wladimir Putin die Einfuhr von zahlreichen westlichen Lebensmitteln wie Obst und Käse verboten. Der am 6. August 2014 unterschriebene Erlass war die russische Antwort auf die Krim-Sanktionen des Westens. In der Embargo-Zeit hat die heimische Produktion in der Landwirtschaft um ein Drittel und in der Lebensmittelindustrie um 43% zugelegt, bilanziert das Landwirtschaftsministerium. Entscheidend dazu beigetragen habe die staatliche Förderung der Produzenten, die von 198 Mrd. Rubel (4,6 Mrd. Euro) im Jahr 2013 auf 443 Mrd. Rubel (4,8 Mrd. Euro) im vergangenen Jahr gewachsen sei. Auch habe Russland sich zu einem bedeutenden Lieferanten auf die Weltmärkte entwickelt. 2013 führte das Land 2,5-Mal mehr Lebensmittel ein als aus, so das Ministerium. Im vergangenen Jahr übertrafen die Exporte in andere Länder die Importe um 24%. In absoluten Zahlen verringerten sich die Importe binnen zehn Jahren von 43 Mrd. auf 35 Mrd. Dollar, die Exporte stiegen von 17 Mrd. auf 43,5 Mrd. Dollar. Parallel dazu sind die russischen Lebensmittelpreise im betrachteten Zeitraum stark gestiegen, zum Beispiel bei der Butter um das Dreifache. Welchen Anteil das Embargo an der Teuerung hat, ist schwer zu ermitteln, bemerken Experten. Die Preise für einen großen Teil der Agrarrohstoffe seien an den US-Dollar gebunden. Der kostete 2013 im Schnitt 32 Rubel, zurzeit sind es 85. / [RBC](
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