Xcite-Hersteller in der Krise

Das Autowerk St. Petersburg, das einstige Nissan-Werk, fährt seine Produktion drastisch herunter. Bereits im vergangenen Jahr musste das Produktionsziel von 25.000 auf 20.000 Fahrzeuge der Marke Xcite verringert werden. Für 2025 ist es auf nur noch 6500 Stück geschrumpft. Die Fabrik befindet sich in staatlichem Besitz, technologischer Partner ist der chinesische Autobauer Chery mit seinen SUVs der Reihe Tiggo. Sie werden unter der Originalmarke etwa im ehemaligen Volkswagenwerk in Kaluga von dessen neuem Eigentümer AGR produziert.

Die St. Petersburger Kopien unter der neuen russischen Marke Xcite verkaufen sich schlecht. Laut dem Branchendienst Awtostat wurden im vergangenen Jahr 5534 Xcite-Fahrzeuge verkauft, während das Petersburger Werk 16.500 produziert hatte. Die unverkauften Bestände zwangen den Hersteller nun, die Produktion zurückzufahren, meinen Autohändler. Aus Kreisen der St. Petersburger Stadtregierung heißt es gegenüber der Wirtschaftszeitung Vedomosti, dass Xcite „kein kompletter Reinfall“ war, wie das Blatt formuliert. Zumindest sei es gelungen, die Belegschaft der Fabrik zu bewahren. Zuvor war bereits AwtoWAS mit dem Versuch gescheitert, das einstige Nissan-Werk wieder in Betrieb zu nehmen. Russlands größter Autobauer wollte dort SUVs des chinesischen Konzerns FAW unter eigener Marke herstellen, gab die Fabrik jedoch wieder an den Staat zurück. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/business/articles/2025/02/19/1092994-avtozavod-sankt-peterburg-sokratit-vipusk-mashin-xcite) (RU)

23.02.2025

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