West-Banken auf dem Rückzug
Westliche Banken spielen eine immer kleinere Rolle in der russischen Wirtschaft. Das berichtet die US-Nachrichtenagentur Bloomberg mit Verweis auf eine Analyse der österreichischen Raiffeisenbank. Ihr zufolge sind die finanziellen Risiken, denen westliche Banken durch ihre Geschäftstätigkeit in Russland ausgesetzt sind, auf das Niveau der 1980er-Jahre gefallen. Im 2. Quartal dieses Jahres betrug die sogenannte „bank exposure“, d. h. die Risiko-Exposition der ausländischen Banken, noch 66 Mrd. US-Dollar. Von 2015 bis 2021 ging der Wert leicht von 121 Mrd. auf 119 Mrd. Dollar zurück, den Höchststand markierten 239 Mrd. Dollar im Jahr 2012. Zu den Bankenrisiken gehört etwa, dass Schuldner Kredite nicht bedienen können. In den 1980er-Jahren war das Risiko der Banken aus den USA und Europa in der Sowjetunion von 10 Mrd. auf 40 Mrd. Dollar zu Ende des Jahrzehnts gestiegen. Die Raiffeisenbank erwartet, dass in Zukunft chinesische Banken die russische Wirtschaft finanzieren werden. Im September sei bereits jede dritte Überweisung im russischen Außenhandel in chinesischen Yuan durchgeführt worden, so die Analysten. / [RBC](https://www.rbc.ru/finances/16/12/2023/657d5ff79a79473233db12c5) (RU), [Bloomberg](https://news.bloomberglaw.com/banking-law/western-banks-in-russia-shrink-to-cold-war-levels-as-china-rises) (EN)
20.12.2023
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