Weniger Kohle für China

China kauft seit Beginn dieses Jahres deutlich weniger Kohle aus Russland. Die Importe brachen im Januar und Februar um 22% zum Vorjahreszeitraum auf 11,5 Mio. Tonnen ein, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Daten des chinesischen Zolls erfuhr. Die gesamten Kohleimporte nach China legten dabei um 23% auf 74,5 Mio. Tonnen zu. Hintergrund ist, dass China im Januar wieder die Einfuhrzölle für russische Kohle verhängte. Die Zölle waren im Mai 2022 wegen der stark gestiegenen Energiepreise ausgesetzt worden. Da der Markt inzwischen gesättigt und die chinesische Kohleproduktion auf Rekordhoch sei, müsse Peking die eigenen Produzenten wieder mit Zöllen schützen, erklärt Bloomberg. Andere große Kohleexporteure wie Indonesien und Australien seien hiervon nicht betroffen, weil sie Freihandelsabkommen mit China unterzeichnet hatten. Ein weiterer Grund für die Zurückhaltung der chinesischen Importeure ist laut Bloomberg die Sorge vor möglichen Sekundärsanktionen, nachdem die USA im Februar die beiden russischen Kohlegiganten, SUEK und Mechel, sanktioniert haben. Ungeachtet des Rückgangs bleibt Russland das zweitwichtigste Herkunftsland für die chinesischen Kohleimporte hinter Indonesien. / [Bloomberg](https://www.bloomberg.com/news/articles/2024-03-21/china-s-imports-of-russian-coal-slump-as-import-taxes-bite) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/economics/21/03/2024/65fbf9989a7947052b9fabd0) (RU)

25.03.2024

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