Warnung vor Ölpreisschock

Die russische Zentralbank sieht den Ölpreis als „bedeutendes Risiko“ für die Wirtschaft Russlands, berichtet Reuters. In einer Präsentation für die Regierung, die der Nachrichtenagentur vorliegt, führte die Zentralbank im vergangenen Monat den Ölpreisverfall in den 1980er-Jahren als „historischen Präzedenzfall“ an. Damals habe es „nach einer Periode hoher Ölpreise in den Jahren 1974 bis 1985 18 (!!!) Jahre mit niedrigen Ölpreisen“ gegeben, zitiert Reuters aus der Präsentation und weist auf die drei an dieser Stelle verwendeten Ausrufezeichen hin. Zu den Faktoren, die zu einem Preisverfall führen könnten, zählt die Zentralbank die Flutung des Markts mit US-amerikanischem Öl sowie die großen ungenutzten Produktionskapazitäten des Ölkartells Opec.

In den 1970er-Jahren hatte ein Embargo arabischer Staaten den Ölpreis von 3 auf 35 Dollar im Jahr 1981 explodieren lassen. Für die Sowjetunion begann ihr „Ölpreisschock“ aber erst mit dem anschließenden Einbruch der Preise gegen Mitte der 1980er-Jahre, der einem Überangebot geschuldet war. Eine der „spektakulären geopolitischen Konsequenzen“ war der Zusammenbruch der Sowjetunion 1991, bemerkt Reuters. / [Reuters](https://www.reuters.com/markets/europe/russian-central-bank-sees-chance-prolonged-low-oil-price-cycle-2025-03-24/) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/economics/24/03/2025/67e168d89a79471ab141541d) (RU)

25.03.2025

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