VW muss zahlen
Der deutsche Autokonzern Volkswagen muss seinem ehemaligen russischen Fertigungspartner GAZ 16,9 Mrd. Rubel (180 Mio. Euro) Schadenersatz zahlen. Das entschied das Schiedsgericht Nischni Nowgorod am Dienstag. GAZ hatte ursprünglich 28,4 Mrd. Rubel (302 Mio. Euro) an Ausgleich für entgangene Gewinne durch das Ausscheiden von Volkswagen aus dem russischen Markt verlangt. Doch diese Forderung wurde vom VW-Verteidiger als unbegründet angefochten. GAZ hatte in seinem Werk in Nischni Nowgorod einst mehrere Modelle des Wolfsburger Autobauers produziert. Nach dem 24. Februar 2022 stoppte VW die Zusammenarbeit, woraufhin GAZ mehrere Schadenersatzklagen einreichte. Unter anderem forderte das Unternehmen 20,8 Mrd. Rubel (221 Mio. Euro), weil Motoren nicht mehr geliefert wurden. Im Mai 2023 verkaufte der VW-Konzern sein Russlandgeschäft, zu dem u. a. auch eine Fabrik in Kaluga gehörte, an Art-Finance, eine Tochter des lokalen Autohändlers Avilon. Der Deal hatte ein Volumen von 125 Mio. Euro. / [Forbes](https://www.forbes.ru/biznes/516467-rossijskij-sud-vzyskal-s-volkswagen-pocti-17-mlrd-rublej-v-pol-zu-gaz?utm_source=forbes&utm_campaign=lnews) (RU)
10.07.2024
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