Vorstoß für Sonderwirtschaftszone
Der Verband der finnischen Industrie (Elinkeinoelämän keskusliitto, kurz EK) sieht durch Sanktionen die Wirtschaft in Ostfinnland in Gefahr. Er schlägt die Gründung einer Sonderwirtschaftszone im Grenzgebiet mit Russland vor, um das regionale Wachstum wieder anzukurbeln. In Sonderwirtschaftszonen ansässige Unternehmen profitieren von steuerlichen und anderen Entlastungen. „Wir müssen etwas tun, um die Vitalität von Ostfinnland zu sichern und ein stärkeres Wirtschaftswachstum zu erreichen“, wurde EK-Vorstandschef Harri Broman in einer Mitteilung des Verbandes zitiert. Die Situation in Ostfinnland sei nach Sanktionen der EU und Gegensanktionen Russlands sowie nach der Grenzschließung „ernst und außergewöhnlich“, da die Region auf Zusammenarbeit mit Russland orientiert sei. Es liege im Interesse Finnlands und auch der EU, dass Ostfinnland lebendig und bewohnt bleibe. Dafür müssten „die Kräfte auf regionaler, nationaler und auf EU-Ebene gebündelt werden“, betont der Verband. Er schlug zudem die Ernennung eines Sondergesandten vor, der das Vorhaben koordinieren soll. In einer EK-Umfrage im November schätzten mehr als 40% der in Ostfinnland tätigen Unternehmen, dass ihre Rentabilität 2024 sinken wird. In seiner aktuellen Mitteilung verweist der Verband auch auf ein wachsendes Entwicklungsgefälle zwischen West- und Ostfinnland. / [Yle](https://yle.fi/a/74-20080732), [EK](https://ek.fi/ajankohtaista/tiedotteet/itaisesta-suomesta-erityistalousalue-elinkeinopolitiikan-pilotit-kayntiin/) (alle FIN), [Interfax](https://www.interfax.ru/world/952413), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6594002) (alle RU)
27.03.2024
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