VK in Finanznöten

Das russische Internetunternehmen VK, früher bekannt als Mail.ru Group, hat finanzielle Probleme. Das Unternehmen war einst der größte Rivale des „russischen Google“ Yandex und gehört seit 2021 indirekt dem staatlichen Gaskonzern Gazprom. Vergangene Woche meldete VK einen Verlust 2024 von 95 Mrd. Rubel (1,05 Mrd. Euro), bei einem Jahresumsatz von 148 Mrd. Rubel (1,6 Mrd. Euro). Das Minus des vergangenen Jahres übertrifft den aktuellen Marktwert des Unternehmens an der Moskauer Börse. Dort stürzte die VK-Aktie nach der Bekanntgabe der Zahlen um rund 9% auf 305 Rubel ab, was zu dem Zeitpunkt einer Marktkapitalisierung von 73 Mrd. Rubel entsprach (805 Mio. Euro). Gestern Abend stand die Aktie nur noch bei 286 Rubel.

Ein Grund für die roten Zahlen sind hohe Kreditkosten aufgrund des hohen Zinsniveaus in Russland. Offenbar hat VK bereits Zahlungsprobleme gegenüber Gläubiger-Banken eingeräumt. Eine außerplanmäßige Aktionärsversammlung soll Ende April die Ausgabe neuer Aktien zum Stückpreis von 325 Rubel (3,6 Euro) beschließen. Mit der erwarteten Finanzspritze in Höhe von 115 Mrd. Rubel (1,3 Mio. Euro) will das Unternehmen seine Kredite bedienen. / [CNews](https://www.cnews.ru/news/top/2025-03-21_vk_zalez_v_dolgi_i_ubytkikompaniya), [Finam](https://www.finam.ru/quote/moex/vkco/), [BFM](https://www.bfm.ru/news/569920) (alle RU)

26.03.2025

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