Versicherer kritisieren Ölpreisdeckel
Große westliche Schiffsversicherer haben in einer [Stellungnahme](https://committees.parliament.uk/writtenevidence/129266/pdf/) gegenüber dem britischen Parlament die Preisobergrenze des Westens für russisches Erdöl kritisiert. Die versuchte Deckelung des Ölpreises bei 60 US-Dollar pro Barrel funktioniere nicht, stattdessen würden sich immer mehr Schiffe der sogenannten Schattenflotte von Öltankern anschließen, mit denen Russland seinen Ölhandel betreibt. Das schreibt die International Group of P&I Clubs, eine Vereinigung von zwölf Versicherern, die nach eigenen Angaben zusammen fast 90% der globalen Hochsee-Transportkapazitäten abdecken. Die Versicherer schätzen, dass sie wegen des Preisdeckels zusammen bereits 800 Tanker als Kunden verloren haben, weil ihre Betreiber so die Öl-Sanktionen umgehen wollten. Laut der Datenplattform Statista gab es 2021 weltweit knapp 8900 Tanker, von denen 3000 Rohöl und die übrigen Ölprodukte transportierten. / [Spiegel](https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/versicherer-beklagen-flop-bei-preisdeckel-fuer-putins-oel-a-a51167c8-23ee-47c6-9d83-eefe3c33d0b9), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6679461) (RU), [Statista](https://www.statista.com/statistics/1326758/number-of-oil-tankers-worldwide/) (EN)
05.05.2024
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