Urteil gegen weitere deutsche Bank
Das Schiedsgericht von St. Petersburg hat ein weiteres Finanzinstitut aus Deutschland zu einer millionenschweren Schadenersatzzahlung an RusChemAlliance, eine Tochtergesellschaft des russischen Staatkonzerns Gazprom, verurteilt. Das Gericht entschied am Donnertag, dass die Bayerische Landesbank (BayernLB) 273 Mio. Euro an das russische Unternehmen zahlen müsse. Zuvor hatte das Gericht die Deutsche Bank, die Commerzbank AG, die UniCredit Bank AG und die Landesbank Baden-Württemberg (LBBW) zur Zahlung von insgesamt 848 Mio. Euro an RusChemAlliance verurteilt. Hintergrund ist der ursprünglich geplante Bau einer Gasverflüssigungsanlage durch den deutschen Industriegase-Hersteller Linde im russischen Ostsee-Hafen Ust-Luga. Alle fünf Banken hatten das Geschäft als Bürgen abgesichert. Nach der Verhängung der EU-Sanktionen gegen Russland gab Linde 2022 die Arbeiten trotz des erhaltenen Vorschusses auf. Weil die Bürgen mit Hinweis auf die Sanktionen ihren Verpflichtungen nicht nachkommen wollten, zog der Projektbetreiber RusChemAlliance vor Gericht. / [Interfax](https://www.interfax.ru/russia/971378) (RU)
19.07.2024
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