Urals mit Preisaufschlag

Russland verkauft sein Erdöl inzwischen ohne Discount zur Referenzölsorte Brent. Das gab Vizepremier Alexander Nowak am Donnerstag in Moskau bekannt. In einigen Weltregionen werde russisches Öl sogar mit einem Preisaufschlag verkauft, sagte Nowak am Rande der Jahresversammlung des Russischen Unternehmerverbandes RSPP. Vor Beginn des Iran-Krieges Ende Februar mussten russische Ölexporteure Berichten zufolge noch Rabatte von bis zu 30 Dollar anbieten. Russland habe Reserven, um seine Ölexporte zu steigern, und werde diese auch nutzen, betonte Nowak. Das Land verfüge dazu über „diversifizierte Lieferwege“, zu denen neben der Ostsibirien-Pazifik-Pipeline ESPO auch Kasachstan, Schwarzmeer- und Ostseehäfen gehörten.

Um die Folgen der durch die Hormus-Blockade ausgelösten Energiekrise zu mildern, haben die USA Anfang März ihre Russland-Sanktionen zeitweise gelockert und Ländern bis zum 11. April erlaubt, russisches Öl zu kaufen, das sich bereits auf Tankern befindet. Die britische Nachrichtenagentur Reuters berichtete, dass Indien die russische Ölsorte Urals derzeit mit Aufschlägen von 4 bis 5 US-Dollar pro Barrel gegenüber Brent kaufe. Im Februar habe es auf Urals noch einen Preisabschlag von rund 13% gegenüber der Nordseesorte gegeben. / KommersantVedomosti (beide RU)

27.03.2026

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