Unzufriedenheit mit Wirtschaftspolitik wächst

Die russische Bevölkerung ist so unzufrieden mit der Wirtschaftspolitik wie seit vier Jahren nicht mehr. In der jüngsten Ausgabe der monatlichen Umfrage des staatlichen Meinungsforschungsinstituts WZIOM gaben nur noch 27% der Befragten an, dass sie insgesamt mit der Wirtschaftspolitik zufrieden sind. 37% verneinten das, 31% kreuzten „teils zufrieden, teils unzufrieden“ an. Aus diesen drei Antworten der geschlossenen Frage ermittelt WZIOM einen Index, indem es die Unzufriedenen von den anderen beiden Gruppen abzieht. Ende März stand der Index bei 21 Punkten, was der niedrigste Wert seit der Zeit vor dem 24. Februar 2022 war. Im Pandemiejahr 2020 hatte der Index meist zwischen 10 und 20 Punkten gelegen, in den meisten Monaten des Jahres 2021 war er sogar einstellig. Ende 2025 stand der Index bei 34 Punkten. Vor viereinhalb Monaten waren 35% der Russen mit der Wirtschaftspolitik in ihrem Land zufrieden, 30% „teils teils“ und 31% unzufrieden.

Das Finanzportal Frank Media betont, dass sich auch die Bewertungen der übrigen Politikbereiche verschlechtert haben. Ein Faktor dürfte dabei die Steuererhöhung zu Beginn des Jahres gewesen sein, deutet das Portal an. Eine weitere Quelle für den Unmut in der Bevölkerung könnte das Vorgehen der Behörden gegen den meistgenutzten Messenger Telegram sein. / Frank MediaWZIOM (beide RU)

16.04.2026

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