Unternehmen mit Rekord-Schuldenlast

Die Schuldenlast der russischen Unternehmen hat einen historischen Höchststand erreicht. Das berichtet das Zentrum für makroökonomische Analyse und kurzfristige Prognosen (ZMAKP), ein Thinktank, der der russischen Regierung nahesteht. Seiner Analyse zufolge gaben die Unternehmen im 3. Quartal 36% ihrer Gewinne für den Schuldendienst aus, was der höchste von ZMAKP bisher ermittelte Wert war. Im Jahresvergleich stieg der Anteil um 10 Prozentpunkte, gegenüber 2019 sogar um 20 Prozentpunkte. Wie lange die Daten zurückreichen, ist nicht klar.

Zu den Gründen für die steigende Schuldenlast gehören das wachsende Kreditvolumen und der nach wie vor hohe russische Leitzins. Die Lockerung der Geldpolitik durch die Zentralbank mit mehreren kleineren Zinsschritten seit dem Sommer hat die steigenden Kosten noch nicht kompensieren können. Ein weiterer Grund sind die fallenden Gewinne der Unternehmen. Laut der Statistikbehörde Rosstat beliefen sich die Gewinne der Unternehmen in den ersten acht Monaten des Jahres auf insgesamt 17,6 Bio. Rubel (188 Mrd. Euro). Das bedeutet einen nominalen Rückgang zum Vorjahreszeitraum um 12%. Inflationsbereinigt sind die Gewinne damit um rund 20% geschrumpft. / [Izvestia](https://iz.ru/1983567/milana-gadzhieva/v-nashem-dolgu-pribylo-biznes-potratil-rekordnye-36-dohodov-na-kredity) (RU)

06.11.2025

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