Unilever darf verkaufen

Die russische Regierung hat den Verkauf des Russlandgeschäfts des britischen Konsumgüter-Giganten Unilever genehmigt, erfuhr die Wirtschaftszeitung RBC von Insidern. Der Wert der Anteile liege bei 35-40 Mrd. Rubel (350-400 Mio. Euro). Diese Summe berücksichtige bereits den obligatorischen Abschlag in Höhe von mindestens 50% zum Marktwert des Unternehmens, so der Bericht. Unilever produzierte in Russland Lebensmittel, Speiseeis, Kosmetik und Haushaltsprodukte. Zu den Marken des Konzerns gehörten Knorr, Dove und Rexona. Im Sommer hat Unilever die Schreibweise seiner internationalen Marken russifiziert, was sich positiv auf den Verkaufspreis ausgewirkt haben dürfte, meinen Experten. Wie die Wirtschaftszeitung Kommersant von mehreren Quellen erfuhr, handelt es sich beim Käufer um die Arnest-Gruppe. Der russische Hersteller von Haushaltschemie produziert z.B. Insektizide, Lufterfrischer und Haarsprays. Im vergangenen Jahr übernahm das Unternehmen das Russlandgeschäft des niederländischen Brauereikonzerns Heineken für den symbolischen Preis von einem Euro, wobei es auch dessen Verbindlichkeiten übernahm. Bereits 2022 hatte der Eigentümer von Arnest, Alexej Sagal, das Russlandgeschäft des größten Aluminiumdosenherstellers der Welt, des US-Konzerns Ball, übernommen und dafür rund eine halbe Milliarde Dollar bezahlt. / [RBC](https://www.rbc.ru/business/04/09/2024/66d81e629a79478538c1a1a6?ysclid=m0nv1osvb9160035937), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6934281) (beide RU)

07.09.2024

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