Die Russlandtochter der UniCredit-Bank schlägt ihren VIP-Kunden den Wechsel zu anderen ausländischen Banken in Russland vor. Nach Einschätzung von Beobachtern wollen die Italiener so ihr Russlandgeschäft weiter herunterfahren, wie insbesondere von der Europäischen Zentralbank verlangt. Bei den Partnerbanken der Italiener soll es sich um die Russlandtöchter der ungarischen OTP-Bank und der kasachischen Asiatisch-Pazifischen Bank (ATB) handeln, so der Bericht.
Als VIP-Kunden gelten Anleger mit einem Kapital von mehr als 1 Mio. Rubel (12.000 Euro). UniCredit könnte von den Partnerbanken eine Kommission für die Übergabe ihrer Kunden erhalten, deutet ein Analyst des Finanzhauses Freedom Finance Global an. Für die Kunden soll sich der Wechsel durch Vorzüge wie erhöhte Festgeldzinsen lohnen. Zumindest OTP bestätigte bis gestern Sonderkonditionen für wechselwillige UniCredit-Kunden.
Das Finanzportal Frank Media stellt fest, dass UniCredit als erste europäische Bank in Russland die Zahl ihrer Kunden mit einem solchen Angebot reduzieren wolle. Andere Banken wählten statt des Zuckerbrots eher die Peitsche in Form von extrem niedrigen Einlagenzinsen, erklärt das Portal sinngemäß. Die Anleger mussten dadurch „Rendite woanders suchen“. / Kommersant, Frank Media, RBC (alle RU)