Trügerischer Investitionsboom

In den vergangenen fünf Jahren gab es in Russland einen Investitionsboom wie seit Anfang der 2000er-Jahre nicht mehr, stellt das Zentrum für makroökonomische Analyse und kurzfristige Prognosen (ZMAKP) in einer Studie fest. Allerdings sei ein Großteil der Investitionen nicht in die Modernisierung des Landes geflossen, konstatiert der regierungsnahe Thinktank.

So sei der Umfang der jährlichen Anlageinvestitionen von 2020 bis 2024 um 36,5% gewachsen, während das russische Bruttoinlandsprodukt im gleichen Zeitraum um 10,1% zulegte. Laut ZMAKP stiegen die Investitionen zwischen 2013 und 2024 um insgesamt nur 36%, was bedeutet, dass sie zwischen 2013 und 2019 sogar leicht gesunken sein müssen.

Mehr als die Hälfte des Zuwachses der vergangenen fünf Jahre, 20 von 36,5 Prozentpunkten, entfiel auf den Bausektor, erklären die Analysten. Viele dieser Investitionen hätten der Behebung von logistischen Engpässen gedient. Die Investitionen in Maschinen stagnieren hingegen seit Jahren. Zwischen 2014 und 2024 seien sie im Schnitt 15% unter dem Niveau von 2013 geblieben. Ein weiteres Problem der russischen Investitionen ist laut ZMAKP ihre regionale Ballung. Während sie russlandweit von 2013 bis 2024 um 36% stiegen, belief sich das Wachstum in der Hauptstadt Moskau auf 172% und im Gebiet Moskau auf 50%. Außerhalb des Großraums Moskau lag das Investitionsvolumen 2024 unter dem von 2013. / [Frank Media](https://frankmedia.ru/212968) (RU)

05.08.2025

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