Superreiche stoßen den Dollar ab

Die vermögendsten Familien der Welt reduzieren angesichts geopolitischer Unsicherheit und steigender Staatsverschuldung ihr Engagement im US-Dollar. Dies berichtet Reuters unter Berufung auf eine Studie der Schweizer Bank UBS. Das durchschnittliche Nettovermögen der betreffenden Familien beträgt 2,7 Mrd. US-Dollar. Laut UBS erwarten rund zwei Drittel der jeweiligen Family Offices – also Gesellschaften, die das private Großvermögen einer Eigentümerfamilie verwalten – innerhalb des Jahres ein sinkendes Vertrauen in den Dollar als Reservewährung. Viele Familien kamen bei der Überprüfung ihrer Portfolios zu dem Schluss, dass ihre Vermögenswerte stark an den Dollar gekoppelt sind. „Wir beobachten erstmals, dass Family Offices ihre Position im asiatisch-pazifischen Raum und, in gewissem Maße, in Westeuropa stärken wollen“, erklärte UBS. Laut der Bank betrifft dies vor allem Family Offices außerhalb der USA, doch es gibt auch deutliche Anzeichen dafür, dass ein kleiner Teil des Entdollarisierungsprozesses von US-amerikanischen Family Offices ausgeht. Im Frühjahr überstieg die US-Staatsverschuldung zum ersten Mal seit dem Zweiten Weltkrieg das BIP: Ende März belief sie sich auf 31,27 Bio. Dollar, während das BIP im 12-Monats-Zeitraum 31,22 Bio. Dollar betrug. / Reuters (EN), BFM (RU)

01.06.2026

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