Straßenfeger händeringend gesucht

Der größte Mangel an Arbeitern in Russland besteht bei den Straßenfegern bzw. den Dworniki, wie die russische Bezeichnung lautet. Zu diesem Schluss kommt das Jobportal HeadHunter, das die Anzahl der Bewerbungen mit den offenen Stellen in den jeweiligen Berufen verglichen hat. Bei den Straßenkehrern beträgt dieser Wert landesweit 0,9, es gibt also weniger Bewerber als Jobangebote. In manchen Regionen wie z. B. dem Gebiet Woronesch beträgt der Wert sogar 0,4. Normal wäre ein Verhältnis von 4 bis 8 Bewerbern pro Stelle. An zweiter Stelle finden sich russlandweit die Drechsler, Fräser und Schleifer, bei denen ein Bewerber auf eine offene Stelle komme. In diesen drei Industrieberufen betrage das mediane Gehalt 141.000 Rubel (1350 Euro) im Monat, 32% mehr als vor einem Jahr. Bei den Straßenfegern habe das Mediangehalt um 24% auf 31.000 Rubel (300 Euro) zugelegt.

Bereits Anfang 2023 hieß es aus der Duma, dass in Moskau je nach Stadtviertel 30-50% der Straßenfeger-Stellen nicht besetzt werden könnten. Als ein Grund dafür gelten die niedrigen Gehälter. So würden Arbeitsmigranten zu den Lieferdiensten abwandern, weil sie dort das Doppelte bis Dreifache verdienen könnten, stellte eine Vertreterin der Kommunaldienstleister fest. Große Gehaltssprünge seien wegen der niedrigen Hausverwaltungsgebühren in Russland nicht möglich. / [BFM](https://www.bfm.ru/news/559119), [RIAVRN](https://riavrn.ru/news/v-voronezhskoj-oblasti-vyyavili-deficit-dvornikov-avtomehanikov-i-prodavcov/), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6309961) (alle RU)

06.10.2024

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