Stillstand bei Immobilien-Investitionen
Wohnimmobilien sind bei Russen immer weniger als Kapitalanlage gefragt. Wurden in den Jahren vor Ausbruch der Pandemie 2020 im Schnitt noch 20% aller Neubauwohnungen in Moskau spekulativ gekauft, um später teurer wieder verkauft zu werden, so sind es dieses Jahr höchstens 3%. Das sei die geringste Quote seit Statistikbeginn, berichtet die Wirtschaftszeitung RBC unter Berufung auf Daten des staatlichen Immobilienregisters Rosreestr und von Branchenexperten. 2022 lag der Anteil der Kapitalanlageimmobilien in Moskau bei 10%. 2023 sank er auf 6%. Hauptgrund für den Rückgang in diesem Jahr sei die Beendigung der meisten staatlichen Förderprogramme für Immobilienkäufer, sagen Experten. Hinzu kommen die inzwischen attraktiven Zinssätze für Bankeinlagen. So stieg der durchschnittliche Höchstzinssatz in den Top-10-Banken Russlands Anfang August auf 17,28%. Der Immobilienberater Est-a-Tet schätzt den Anteil der Moskauer Neubauwohnungen, die im ersten Halbjahr 2024 als Investition gekauft wurden, auf 1%. „Das ist das neue Minimum“, sagt Entwicklungsmanager Roman Rodionzew. Ende 2023 seien es noch 6% gewesen. / [RBC](https://realty.rbc.ru/news/66c741389a79474df3b50569), [BFM](https://www.bfm.ru/news/556728) (beide RU)
27.08.2024
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