Die russische Regierung will verstärkt gegen Steuerbetrug durch Importeure vorgehen. Schon 2025 soll ein Rückverfolgungssystem für Transitwaren eingeführt werden, erfuhr die Wirtschaftszeitung RBC aus Regierungsunterlagen. Die Maßnahme richte sich gegen die Hinterziehung der Einfuhrumsatzsteuer. Bei der Einfuhr von Waren nach Russland wird eine Umsatzsteuer in Höhe von 10% bis 20% fällig. Importwaren, die im Transit durch Russland in ein anderes Land befördert werden, unterliegen dagegen keiner Umsatzsteuer. Diese Regelung werde zunehmend missbraucht, indem für den Inlandsverbrauch bestimmte Waren, insbesondere Elektronik, bei der Einfuhr als Transitwaren deklariert würden, um keine Einfuhrumsatzsteuer zu bezahlen, berichtet RBC. Das geplante Rückverfolgungssystem soll diese Praxis künftig unterbinden. Die Regierung bestätigte die Pläne: Ziel sei es, Betrug zu bekämpfen und für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen, erklärte ein Sprecher des Finanzministeriums. / [RBC](
https://www.rbc.ru/economics/04/10/2024/66fd5ab99a79477fff55fa43) (RU)