Staatsbank möchte ihr Geld zurück

Russlands zweitgrößtes Geldhaus VTB beziffert seine im Westen eingefrorenen Guthaben auf rund 9 Mrd. Euro. Die Staatsbank hofft, diese Gelder ganz oder teilweise zurückzubekommen, wie ihr Vize Dmitri Pjanow mitteilte. Ihm zufolge werden dazu vier Optionen in Erwägung gezogen. Erstens könnte die VTB für diese Zwecke ein separates Unternehmen ausgliedern. Eine weitere Option wäre, gegen die ehemaligen Tochterfirmen VTB Bank (Europe) und VTB Capital Plc vor Gericht zu ziehen. Dem stehe jedoch im Wege, dass ein Präsidentenerlass vom 3. Januar die Mittel auf den sogenannten S-Konten vor der Beschlagnahmung durch russische Gerichte schützte. Auf diesen Sonderkonten werden eingefrorene Vermögen ausländischer Unternehmen in Russland verwahrt. Außerdem prüft die VTB Pjanow zufolge eine Art Tauschgeschäft unter Heranziehung eines dritten Akteurs, der Verbindlichkeiten gegenüber Partnern im Westen hat. Auf die vierte und letzte Option wollte der VTB-Vize im Gespräch mit der Zeitung Vedomosti nicht eingehen. Er betonte zudem, dass die Bank mit Kapitalerträgen aus dem eingefrorenen Vermögen in Höhe von einer Mrd. Euro rechne. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/business/news/2024/02/20/1021282-vtb-planiruet-vozvraschat) (RU)

21.02.2024

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