Russische Frachter zu teuer

Für den Aufbau einer eigenen Flotte für Getreideexporte setzt Russland vorerst auf Schiffe aus China, weil ihr Bau in heimischen Werften zu teuer wäre. Darauf haben sich die Leasinggesellschaft Rosagroleasing und der Schiffbaukonzern OSK verständigt, wie aus Unterlagen des Landwirtschaftsministeriums hervorgeht. Die beiden russischen Staatskonzerne rechnen mit einem Bedarf an insgesamt 61 Frachtern mit einer Tragfähigkeit von 40.000 und 60.000 Tonnen. Ihre Produktionskosten in Russland schätzt OSK auf 12,5 Mrd. bzw. 14,6 Mrd. Rubel pro Stück, umgerechnet 133 Mio. und 155 Mio. Euro. Entsprechende Frachter aus chinesischer Produktion kosten dagegen weniger als ein Drittel davon. Laut OSK sind es 3,5 Mrd. Rubel (37 Mio. Euro) für die 40.000-Tonnen-Schiffe und 4,2 Mrd. Rubel (45 Mio. Euro) für die 60.000-Tonnen-Schiffe.  
  
Angesichts dieser Zahlen sollen die ersten zehn Frachter bei chinesischen Werften bestellt werden, so der Plan der beiden Konzerne. Die Produktion der restlichen 51 Schiffe soll dann teilweise auf die Werften von OSK verlagert werden, wozu OSK ihren Bau vor Ort beobachten und Zugang zu den Konstruktionsunterlagen erhalten soll. Die Bedingung für die gewünschte Lokalisierung ist, dass die Preise für die in Russland gebauten Schiffe sinken, sei es auch mithilfe von staatlichen Subventionen, zitiert Kommersant aus dem Bericht des Landwirtschaftsministeriums. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7972643) (RU)

20.08.2025

Vorheriger Beitrag

RuTube profitiert von YouTube-Drosselung

Nächster Beitrag

Verdeckte Arbeitslosigkeit wächst

Unser Telegram-Kanal

Bleiben Sie auf dem Laufenden mit unserem Telegram-Kanal

Возврат к списку