Der einflussreiche russische Parlamentarier Andrej Kutepow will steuerliche Entlastungen für ausländische Einzelunternehmer streichen. Kutepow ist Mitglied des Föderationsrates (Parlamentsoberhaus), wo er den Wirtschaftsausschuss leitet. Der Politiker hat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der registrierten ausländischen Einzelunternehmern in Russland das Recht auf die Anwendung des vereinfachten Besteuerungssystems USN und des „Patentsystems der Besteuerung“ PSN entziehen will. Bisher kommen diese Steuerprivilegien sowohl russischen als auch ausländischen Einzelunternehmern zugute. Außerdem sollen Ausländer künftig nicht mehr von der ermäßigten Selbständigen-Steuer NPD profitieren dürfen. Der ermäßigte Steuersatz von maximal 6% gilt seit 2019 für Soloselbständige, die weniger als 2,4 Mio. Rubel (25.000 Euro) im Jahr einnehmen. Mit den Maßnahmen will Kutepow nach eigener Aussage die Interessen von russischen Unternehmern besser schützen sowie „zusätzliche Einnahmen“ in die Staatskasse fließen lassen. Nach Angaben des Steuerdienstes FNS sind in Russland rund 46.600 Ausländer als Einzelunternehmer registriert. / [TASS](
https://tass.ru/obschestvo/21502725), [Kommersant](
https://www.kommersant.ru/doc/6865486) (alle RU)