Rubel-Rallye wegen Sanktionen
Die aktuelle Rubelstärke setzte ein, nachdem die USA vor einer Woche Sanktionen gegen die größten russischen Ölkonzerne Rosneft und Lukoil verhängten. Tatsächlich befindet sich die russische Währung bereits seit Anfang des Jahres in einer Hochphase, bemerkt das Berliner Wirtschaftsportal bne IntelliNews. Im Dezember 2024 und bis Mitte Januar 2025 kostete ein Dollar meist mehr als 100 Rubel, der Jahresdurchschnittskurs 2024 lag bei 84 Rubel.
Ein Grund für die anhaltende Rubel-Rallye sind die US-Sanktionen gegen die russische Erdölindustrie, erklärt IntelliNews. Im Januar hatte die scheidende Regierung unter Präsident Joe Biden Surgutneftegas und Gazprom Neft mit Sanktionen belegt, die Platz drei und vier unter den größten russischen Ölproduzenten einnehmen. Seitdem wird vermutet, dass die Konzerne ihre Erlöse aus dem Ölexport lieber gegen Rubel tauschen, um eine Blockierung der Mittel im Ausland zu vermeiden.
Da nun mit Rosneft und Lukoil auch die beiden größten Ölkonzerne unter US-Sanktionen stehen, dürfte sich der Kapitalrückfluss aus dem Ausland noch intensivieren und den Rubel weiter stärken, so der Bericht. / [IntelliNews](https://www.intellinews.com/ruble-strengthens-as-sanctioned-oil-companies-repatriate-cash-408645/?source=russia) (EN)
30.10.2025
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