In Russland verbringt ein erheblicher Teil der Beschäftigten regelmäßig Arbeitszeit mit Aufgaben, die sie als sinnlos empfinden. Laut einer Umfrage der russischen Jobbörse SuperJob sind 60% der erwerbstätigen Russen davon betroffen. Jeder fünfte Arbeitnehmer verliert mehr als 30% seiner Arbeitszeit mit solchen Aufgaben, und 10% verbringen sogar mehr als die Hälfte ihres Tages damit. Im Durchschnitt liegt der Anteil der für sinnlose Aufgaben aufgewendeten Zeit bei 27%. In den vergangenen zwei Jahren ist der Anteil derjenigen, die mehr als die Hälfte ihrer Arbeitszeit damit verbringen, von 7% auf 10% gestiegen.
Gleichzeitig gaben 40% der Befragten an, ihre Arbeit sei stets sinnstiftend. Frauen bewerten ihre Arbeit häufiger als sinnstiftend als Männer (48% gegenüber 35%). Auch die Unterschiede im Bildungsniveau sind erheblich. Unter Fachkräften mit Berufsschulabschluss halten fast die Hälfte (48%) ihre Arbeit für vollkommen sinnstiftend, verglichen mit 37% der Hochschulabsolventen. Nach Berufsgruppen betrachtet bewerten Pädagogen (67%) und Ärzte (61%) ihre Arbeit am häufigsten als sinnstiftend. Gleichzeitig verbringen Ladenbesitzer, Verkäufer und Büroleiter die meiste Zeit mit sinnlosen Aufgaben – etwa ein Drittel ihres Arbeitstages. / Superjob, Kommersant (beide RU)