Rettungsversuche für Ukraine-Transit
Ende Dezember läuft der Gastransitvertrag zwischen Russland und der Ukraine aus, ohne Aussichten auf eine Verlängerung. Die vom absehbaren Wegfall der Gasimporte aus Russland betroffenen europäischen Staaten bemühen sich bis zuletzt um eine Rettung der Gaslieferungen durch die Ukraine. Am Sonntag war der slowakische Ministerpräsident Robert Fico überraschend bei Präsident Wladimir Putin in Moskau zu Besuch. Der Kreml bestätigte anschließend, dass die Gaslieferungen dabei zur Sprache kamen. Die Slowakei ist neben Österreich der Hauptabnehmer des russischen Transitgases.
Am Freitag hatte auch Ungarns Premierminister Viktor Orban das Transitproblem angesprochen. Da die Ukraine es ablehnt, russisches Gas durch ihr Gasnetz durchzuleiten, schlug Orban einen „Trick“ vor: Das Gas könnte bereits vor dem Übergang in die Ukraine als Eigentum des Abnehmerlandes angesehen werden. Damit wäre es während des Transits nicht mehr russisches, sondern etwa ungarisches Gas, so Orban. Ungarn bezieht sein russisches Gas mittlerweile nicht mehr über die Ukraine, sondern über die Türkei und Bulgarien. Es sei jedoch ratsam, das Gas über mehrere Pipelines zu beziehen, begründete Orban sein Interesse an der Frage.
Schlechte Nachrichten kommen derweil aus Aserbaidschan: Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Donnerstag, dass Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über eine Fortsetzung des Gastransits mithilfe von Aserbaidschan gescheitert seien. Die Leitungsebenen der beteiligten Energiekonzerne beider Länder, vermutlich Naftogaz und Gazprom, hätten sich Anfang Mai und Ende August in Wien zu Gesprächen getroffen, die ohne Ergebnis blieben. Reuters erhielt die Information aus Kreisen des staatlichen aserbaidschanischen Energiekonzerns SOCAR offenbar erst jetzt. Weitere Details gibt der Bericht nicht. So bleibt offen, ob die Verhandlungen mit dem sogenannten Gas-Tausch in Zusammenhang stehen, der als wahrscheinlichste Lösung für das Gastransit-Problem der Europäer gilt. Er sieht vor, dass der Gasproduzent Aserbaidschan sein Gas über die Ukraine nach Europa liefert und im Gegenzug den eigenen Bedarf aus Russland deckt. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7401164), [2](https://www.kommersant.ru/doc/7400454) (RU), [Reuters](https://www.reuters.com/business/environment/russia-ukraine-fail-agree-azerbaijani-brokered-gas-deal-socar-source-says-2024-12-20/) (EN)
Am Freitag hatte auch Ungarns Premierminister Viktor Orban das Transitproblem angesprochen. Da die Ukraine es ablehnt, russisches Gas durch ihr Gasnetz durchzuleiten, schlug Orban einen „Trick“ vor: Das Gas könnte bereits vor dem Übergang in die Ukraine als Eigentum des Abnehmerlandes angesehen werden. Damit wäre es während des Transits nicht mehr russisches, sondern etwa ungarisches Gas, so Orban. Ungarn bezieht sein russisches Gas mittlerweile nicht mehr über die Ukraine, sondern über die Türkei und Bulgarien. Es sei jedoch ratsam, das Gas über mehrere Pipelines zu beziehen, begründete Orban sein Interesse an der Frage.
Schlechte Nachrichten kommen derweil aus Aserbaidschan: Die Nachrichtenagentur Reuters meldete am Donnerstag, dass Verhandlungen zwischen der Ukraine und Russland über eine Fortsetzung des Gastransits mithilfe von Aserbaidschan gescheitert seien. Die Leitungsebenen der beteiligten Energiekonzerne beider Länder, vermutlich Naftogaz und Gazprom, hätten sich Anfang Mai und Ende August in Wien zu Gesprächen getroffen, die ohne Ergebnis blieben. Reuters erhielt die Information aus Kreisen des staatlichen aserbaidschanischen Energiekonzerns SOCAR offenbar erst jetzt. Weitere Details gibt der Bericht nicht. So bleibt offen, ob die Verhandlungen mit dem sogenannten Gas-Tausch in Zusammenhang stehen, der als wahrscheinlichste Lösung für das Gastransit-Problem der Europäer gilt. Er sieht vor, dass der Gasproduzent Aserbaidschan sein Gas über die Ukraine nach Europa liefert und im Gegenzug den eigenen Bedarf aus Russland deckt. / Kommersant [1](https://www.kommersant.ru/doc/7401164), [2](https://www.kommersant.ru/doc/7400454) (RU), [Reuters](https://www.reuters.com/business/environment/russia-ukraine-fail-agree-azerbaijani-brokered-gas-deal-socar-source-says-2024-12-20/) (EN)
25.12.2024
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