Reaktion auf Erlös-Entnahme

Russland wird spiegelbildlich antworten, falls der Westen die Erlöse aus den eingefrorenen russischen Zentralbankgeldern wie angekündigt zur Finanzierung der Ukraine verwendet. Das sagte Finanzminister Anton Siluanow gegenüber Journalisten. Er bezog sich damit auf die Entscheidung der G7 und der EU, einen Kredit in Höhe von insgesamt 50 Mrd. Dollar mit den Kapitalerträgen aus den hauptsächlich in der EU eingefrorenen russischen Mitteln zu finanzieren. Die russische Antwort könne in der Nutzung der Erträge aus Mitteln westlicher Unternehmen bestehen, die in Russland eingefroren seien, so Siluanow.

Gegenüber dem Wirtschaftsradio Business FM bewerteten russische Experten diese Idee skeptisch. Für eine tatsächlich spiegelbildliche Reaktion gebe es in Russland nicht genügend staatliche westliche Vermögenswerte, führt der Jurist Alexander Nektorow aus. Die Nutzung von Erträgen aus eingefrorenem Privatvermögen, wie von Siluanow vorgeschlagen, sei „aus rechtlicher Sicht nicht ganz korrekt“, weil Privatunternehmen und Privatpersonen in diesem Streit keine Rolle spielten. Der Finanzanalyst Alexander Timofejew äußerte die Hoffnung, dass Siluanows Worte „aus dem Kontext gerissen“ bzw. im „Eifer des Gefechts“ gefallen seien. / [RBC](https://www.rbc.ru/finances/24/10/2024/671a2b649a7947794389b2aa), [BFM](https://www.bfm.ru/news/560640) (beide RU)

30.10.2024

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