Raiffeisen kommt Asset-Übertragung aus Russland näher

Die österreichische Raiffeisen Bank International (RBI) hat in einem Rechtsstreit um blockierte Vermögenswerte im Zusammenhang mit ihrem Russlandgeschäft einen entscheidenden Erfolg erzielt. Wie Bloomberg berichtet, ist ein Urteil des Wiener Landesgerichts für Zivilrechtssachen über Schadenersatz in Höhe von 3,15 Mrd. Euro inzwischen rechtskräftig. Das Gericht hatte das russische Unternehmen Rasperia Trading Limited am 22. September zur Zahlung der Summe an die RBI und ihre Tochtergesellschaft Raiffeisenbank verurteilt. Da Rasperia innerhalb der vierwöchigen Frist keine Berufung einlegte, ist das Urteil nun endgültig.

Im Mittelpunkt des Rechtsstreits stehen 24,1 % der Anteile am österreichischen Baukonzern Strabag sowie Dividenden, die infolge westlicher Sanktionen eingefroren wurden. Die RBI hatte 2024 den geplanten Erwerb des Aktienpakets von Rasperia aufgegeben. Das Unternehmen stand zuvor mit dem russischen Unternehmer Oleg Deripaska in Verbindung. Anschließend verurteilte ein russisches Gericht die Raiffeisenbank zur Zahlung von 2,044 Mrd. Euro sowie weiterer 339 Mio. Euro an Rasperia. Mit dem rechtskräftigen Urteil aus Wien will die RBI nun die Freigabe der Strabag-Aktien erreichen, um diese anschließend zu veräußern. Dafür benötigt sie allerdings die Zustimmung der österreichischen Behörden. Ob und wann die Bank tatsächlich über die Vermögenswerte verfügen kann, bleibt angesichts der geltenden Sanktionen und der erforderlichen behördlichen Genehmigungen offen. / Bloomberg (ENG), Forbes (RU)

26.10.2026

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