Rückzugsbedingungen verschärft

Die russische Regierung hat die Regeln für die Rückzugsverkäufe westlicher Unternehmen weiter verschärft. Die sogenannte „freiwillige Zahlung“ an den russischen Staatshaushalt wurde von 15% auf 35% des Marktwerts der zu verkaufenden Unternehmen erhöht. Dies bestätigten mehrere Insider dem Wirtschaftsmagazin RBC. Die Zahlung kann demnach in drei Raten erfolgen. Die erste Rate in Höhe von 25% des Marktwertes ist spätestens einen Monat nach dem Abschluss des Deals fällig. Die beiden restlichen Raten in Höhe von jeweils 5% müssen binnen einem bzw. zwei Jahren gezahlt werden. Nach ihrer Einführung im Jahr 2022 hatte die Rückzugssteuer zunächst 10% des Marktwertes betragen, seit Herbst 2023 lag sie bei 15%. Außerdem verlangt die Regierung von Rückzugsunternehmen ab sofort einen Preisabschlag von mindestens 60% zum Marktwert statt bisher 50%. Deals mit einem Wert von jeweils mehr als 50 Mrd. Rubel (477 Mio. Euro) unterliegen nun der Zustimmung von Präsident Wladimir Putin. Von Januar bis August dieses Jahres haben ausländische Unternehmen insgesamt 140 Mrd. Rubel (aktuell 1,34 Mrd. Euro) Rückzugsgebühren gezahlt. Das sind 65-mal mehr als die russische Regierung für das Gesamtjahr 2024 erwartet hatte. / [RBC](https://www.rbc.ru/finances/10/10/2024/6707f2fc9a79471d4f4a7cd1) (RU)

14.10.2024

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