Vier Jahre nach dem weitgehenden Importstopp aus westlichen Ländern ist die Suche nach inländischen Ersatzlieferanten die größte Sorge der russischen Industrie. In einer Umfrage der Russischen Akademie der Wissenschaften (RAN) gaben 57% der Industrieunternehmen an, dass es keine alternativen Lieferanten in Russland gebe. Die Sorge vor steigenden Produktionskosten und Preisen lag mit 47% Nennungen an zweiter Stelle. Im März 2025 lagen die Kosten mit 59% vor den Lieferantenproblemen, die damals 52% der befragten Unternehmen nannten.
Auch einige negative Folgen des Importstopps werden häufiger genannt. 39% stellen erhebliche Beeinträchtigungen von Produktionsabläufen fest, weil westliche Ausrüstung und Rohstoffe nicht ersetzt werden können. 2025 gaben das nur 23% der Unternehmen an. Eine Verschlechterung von Qualität und Konkurrenzfähigkeit stellen 27% fest (2025: 19%), einen Rückgang der Produktion 17% (9%).
Zugleich finden immer mehr Betriebe alternative Lieferanten in den sogenannten „freundlichen Ländern“. 2025 hatten noch 35% die Antwortoption angekreuzt, dass es keine alternativen Lieferanten in diesen nichtwestlichen Ländern gebe. Dieses Jahr waren es nur noch 19%. / Kommersant (RU)