Lokale Kleidungs- und Schuhmarken verteuern sich schneller als der gesamte russische Modemarkt, schreibt die russische Wirtschaftszeitung Kommersant und beruft sich dabei auf Daten des Zahlungsdienstleisters Dolyame. Demnach legte der durchschnittliche Rechnungsbetrag bei einheimischen Marken im Jahresvergleich um 11% zu, im Marktdurchschnitt waren es plus 7%. Die Anzahl der Kleidungskäufe verringerte sich im Januar-Juni 2025 um 3%, während der stationäre Handel um 6% weniger Besucher als vor einem Jahr verzeichnete. Trotzdem stiegen die Umsätze aufgrund höherer Preise im Schnitt um 8%. „Ungeachtet der sinkenden Nachfrage erhöhen die Hersteller die Preise und können dabei ihre Kunden halten“, resümiert Kommersant. Große Handelsketten rechtfertigen die Preiserhöhungen mit der russischen Inflationsrate, die mit 9,4% immer noch hoch ist. Seit dem Rückzug westlicher Hersteller im Jahr 2022 hat sich der Marktanteil lokaler Modemarken in Russland von 6% auf 13% mehr als verdoppelt. / [Kommersant](
https://www.kommersant.ru/doc/7834718) (RU)