Parfüm-Umstieg mit Hindernissen

Die Verbraucher in Russland zögern beim Umstieg auf heimische Parfüme. Diesen Schluss legen aktuelle Branchendaten nahe. Laut dem Betreiber des Kennzeichnungssystems Tschestnyj znak lagen die Importe von Duftwasser, die nach wie vor hauptsächlich aus der EU und Großbritannien stammen, im Mai mit 3,8 Mio. Fläschchen um ein Drittel unter dem Niveau des Vorjahresmonats. In den ersten fünf Monaten des Jahres gab es einen Rückgang um 6,5% auf 23,3 Mio. Stück. Im gleichen Zeitraum legte die russische Produktion um 36,5% zum Vorjahr auf 43,9 Mio. Stück zu. Ungeachtet der Verdrängung von Dior, Chanel und Co. durch einheimische Marken stieg die durchschnittliche Höhe der Rechnungen in den Parfümerien um 13% auf 4100 Rubel (43 Euro), während die Zahl der Käufe im 1. Halbjahr um 3% gesunken ist. Im Juni betrug der Rückgang sogar 9% zum gleichen Monat 2023. Experten weisen darauf hin, dass bei Parfüms Produkt und Marke enger miteinander verbunden sind als z.B. bei der Kleidung. Viele russische Konsumenten seien noch nicht bereit, auf die ihnen vertrauten Parfüms zu verzichten und versorgen sich damit z.B. bei Auslandsreisen oder über ausländische Onlineshops, so die Erklärung. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6805853) (RU)

06.07.2024

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