Moskauer kaufen aufgrund der jüngsten Mobilinternetsbeschränkungen in der russischen Hauptstadt vermehrt Walkie-Talkies und Pager. Dies berichtet die Zeitung Vedomosti unter Berufung auf das Unternehmen Wildberries & Russ. Der Absatz von Walkie-Talkies stieg um 27%, der von Pagern für die Kommunikation mit Kunden und Mitarbeitern um 73% und der von Festnetztelefonen um 25%. „Offenbar haben Russen bereits letztes Jahr begonnen, WLAN-Router zu kaufen, 2025 stieg der Absatz wertmäßig um 70% und mengenmäßig um 60%“, teilt der Online-Marktplatz mit.
Auch Stadtpläne aus Papier erfreuen sich steigender Beliebtheit. Vom 6. bis 11. März stieg der Absatz von Straßenkarten bei Wildberries in Moskau im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 170% und der von Faltkarten um 70%. Der Absatz von Russlandkarten, Welt- und Bildungskarten blieb hingegen unverändert oder ging sogar leicht zurück. Auch bei Wandkarten der Hauptstadt war ein ähnlicher Trend zu beobachten.
Die Mobilfunknetze sind in einigen Moskauer Bezirken seit dem 6. März eingeschränkt. Die Behörden begründen die Einschränkungen mit dem Schutz der Bevölkerung vor Angriffen aus der Ukraine. Laut einer Quelle der Zeitung Kommersant auf dem IT-Markt belief sich der Schaden für die Unternehmen durch den fünftägigen Internetausfall in der Hauptstadt auf 3 bis 5 Mrd. Rubel (33 bis 55 Mio. Euro). / Vedomosti, Kommersant (beide RU)