Nur jeder Zehnte zurückgekehrt

Nach Februar 2022 haben Hunderttausende Russen ihr Land fluchtartig verlassen. Inzwischen dürfte jeder Zehnte wieder zurückgekehrt sein, zeigt eine Studie der Moskauer Verwaltungsuniversität Ranepa. Die Forscher befragten 3459 Menschen, die 2022 oder 2023 ins Ausland gegangen waren und sich dort mindestens drei Monate aufgehalten haben. Fast zwei Drittel (64%) der Rückkehrer gaben an, während ihres Aufenthaltes im Ausland die ganze Zeit in einem Land gelebt zu haben. Rund 26,7% waren nach der Ausreise dann in ein anderes Land weitergereist. Nach Einschätzung der Forscher waren allein 2022 mindestens 650.000 Russen dauerhaft ins Ausland gezogen. Die Mehrheit setzte sich nach Georgien (15,5%), Kasachstan (10,5%), Armenien (9,9%), Israel (8,4%), in die Türkei (8,3%), nach Deutschland (5,7%) oder Serbien (4,6%) ab.

Das Ergebnis der Studie zu den Rückkehrern steht im Widerspruch zu den bisherigen Schätzungen der russischen Regierung und von Experten. Im Frühsommer 2023 hatte Präsidentenberater Maxim Oreschkin gesagt, dass fast die Hälfte der Emigranten zurückgekehrt sei. Sechs Monate später gab der Moskauer Auswanderungsberater Finion den Anteil der Zurückgekehrten mit 40% an. / [Vedomosti](https://www.vedomosti.ru/society/articles/2025/02/07/1090699-v-rossiyu-vernulis#140737497548305) (RU)

10.02.2025

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