Die russischen Regionen schlossen das erste Quartal mit einem Gesamtüberschuss von 140 Mrd. Rubel (ca. 1,7 Mrd. Euro) ab, fast zweieinhalb Mal weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres (335,1 Mrd. Rubel, umgerechnet 4 Mrd. Euro) und fast 4,5-mal schlechter als vor zwei Jahren (624,1 Mrd. Rubel, ca. 7,5 Mrd. Euro). Dies geht aus einem Bericht des russischen Rechnungshofes hervor.
Vor einem Jahr wiesen 46 Regionen ein Haushaltsdefizit auf, inzwischen ist diese Zahl auf 56 gestiegen, das Gesamtdefizit liegt bei 294 Mrd. Rubel (3,5 Mrd. Euro), verglichen mit 153,9 Mrd. Rubel (1,8 Mrd. Euro) im ersten Quartal des Vorjahres. Nur noch 34 Regionen verzeichnen einen Überschuss von insgesamt 434 Mrd. Rubel (ca. 5,2 Mrd. Euro). Moskau trug 276,9 Mrd. Rubel (3,3 Mrd. Euro) zu diesem Gesamtüberschuss bei. Insgesamt 39 Regionen weisen das zweite Jahr in Folge ein Haushaltsdefizit auf, elf sogar das dritte. Besonders angespannt ist die Lage in rohstoffreichen und industrialisierten Regionen. / Russischer Rechnungshof, Frank Media (beide RU)