Ölpest schreckt Urlauber ab

Der Inlandstourismus in Russland zeigt zu Beginn der sommerlichen Hochsaison eine sinkende Reiseaktivität. Nach Angaben des Reisveranstalters Intourist ging die Zahl der Buchungen für die drei Sommermonate gegenüber dem Vorjahr um 56% zurück. Am meisten Urlauber verlor der Badeort Anapa am Schwarzen Meer, der von der Ölpest an der russischen Küste Ende 2024 am schlimmsten betroffen war. Die Nachfrage nach Anapa-Reisen sei um bis zu 70% eingebrochen, bestätigte der Moskauer Reiseanbieter Alean. Die beiden anderen beliebten Badeorte, Sotschi und Gelendschick, dürften diesen Sommer bis zu einem Fünftel der Besucher verlieren. Die Schwarzmeerregion macht im Sommer normalerweise 44% des gesamten inländischen Buchungsvolumens in Russland aus.

Trotz des Einbruchs beim Inlandstourismus ist die Gesamtzahl der gebuchten Sommereisen gegenüber 2024 um rund ein Fünftel gestiegen. Branchenkenner machen den boomenden Auslandstourismus dafür verantwortlich. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7756899) (RU)

31.05.2025

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