Lithium-Mangel droht
In Russland könnte Lithium knapp werden, schreibt die Wirtschaftszeitung Kommersant unter Verweis auf Analysten. Das wichtige Leichtmetall, das u. a. in Batterien für Smartphones und E-Autos zum Einsatz kommt, wird in Russland seit Jahrzehnten nicht mehr gewonnen. Die lokalen Batteriehersteller sind deshalb auf Importe hauptsächlich aus Lateinamerika angewiesen, die nun durch Sanktionen erschwert sind. Immer mehr Anbieter stoppten aus Sorge vor Sekundärsanktionen ihre Lieferungen nach Russland, so der Bericht. Deshalb müssen russische Firmen das Metall zunehmend über Vermittler in China und Bolivien beziehen. Im vergangenen Jahr konnten sie noch von einem Einbruch der Lithium-Preise profitieren: Eine Tonne des Metalls kostete im November nur noch 23.000 US-Dollar, nach 76.000 US-Dollar im Januar 2023. Russland selbst verfügt über die drittgrößten Lithium-Reserven weltweit. Laut dem Industrie- und Handelsministerium in Moskau wurden 17 vielversprechende Vorkommen entdeckt, die hauptsächlich im Nordwesten des Landes, in Ostsibirien und im Fernen Osten liegen. / [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/6533799) (RU)
29.02.2024
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