Landwirte gegen Zölle auf Dünger

Die EU-Kommission will die Importe von Stickstoffdüngern aus Russland und Belarus mit Strafzöllen belegen. Der europäische Bauernverband Copa-Cogeca kritisiert das Vorhaben und fordert eine Übergangszeit. Der Schritt könne zu „erheblichen wirtschaftlichen Schäden für die EU-Landwirtschaft führen“, warnt Copa-Cogeca in einer am Donnerstag veröffentlichten Stellungnahme. Der Verband fordert, „das Inkrafttreten der vorgeschlagenen Änderung der Zölle auf Düngemittel mit Ursprung in Russland und Belarus um ein Jahr zu verschieben, um eine Marktanpassung zu ermöglichen“. Denn momentan stünden den Landwirten keine „praktikablen Alternativen“ zur Verfügung, so die Begründung der europäischen Agrarlobby.

Im vergangenen Jahr wurden 5,7 Mio. Tonnen Düngemittel im Wert von 1,9 Mrd. Euro aus Russland in die EU eingeführt, geht aus Eurostat-Daten hervor. Laut der britischen Wirtschaftszeitung Financial Times entspricht das einem Anteil von 30% des europäischen Marktvolumens. Von den Zöllen verspricht sich die EU-Kommission Impulse für die eigene Produktion und eine Diversifizierung von Importquellen. / [Copa Cogeca](https://copa-cogeca.eu/press-releases) (EN), [RBC](https://www.rbc.ru/rbcfreenews/67c0a1579a79479c733c13c7) (RU), [EU-Kommission](https://ec.europa.eu/commission/presscorner/detail/en/ip_25_340) (EN)

03.03.2025

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