Die neuen Eigentümer ehemals ausländischer Unternehmen in Russland müssen zunehmend über die Einhaltung von Schlüsselkennzahlen Rechenschaft geben. Das erfuhr die Wirtschaftszeitung RBC vom russischen Consultingunternehmen ASB sowie weiteren namentlich nicht genannten Insidern. Demnach haben Behörden im vergangenen Monat einige Unternehmen angeschrieben und Informationen zur Einhaltung von sogenannten KPI angefragt. Dabei handelt es sich um Messgrößen für die Leistung von Unternehmen. Die konkreten KPI für die neuen Eigentümer würden von der Regierungskommission für ausländische Investitionen individuell festgelegt, schreibt RBC. Beispiele seien der Erhalt von Arbeitsplätzen oder des „technologischen Potenzials“ des Unternehmens. Weitere mögliche Zielsetzungen beträfen das Produktionsvolumen sowie den Grad der Importunabhängigkeit. Welche Folgen eine Nichteinhaltung der KPI für die Eigentümer hat, ist noch unklar. Mögliche Sanktionen reichen von Geldstrafen bis zur Einsetzung eines externen Managements, erklären Experten. / [RBC](
https://www.rbc.ru/finances/14/08/2024/66bb0f4b9a7947a89173ae6f) (RU)