Russische Unternehmen klagen immer öfter gegen Microsoft wegen Nichterfüllung von vertraglichen Pflichten. Der US-Softwarekonzern bietet in Russland seit 2022 keine Produkte und Dienstleistungen mehr an. Allein im Januar und Februar wurden gegen seine Russlandtochter Microsoft Rus vier Klagen in Höhe von insgesamt 110 Mio. Rubel (1,2 Mio. Euro) eingereicht, geht aus Unterlagen der zuständigen Gerichte hervor. Im gesamten vergangenen Jahr gab es gegen das Tochterunternehmen Klagen in Höhe von 26,6 Mio. Rubel (280.000 Euro). Die Forderungen aus den 2023 und 2022 eingereichten Klagen summieren sich auf 170 Mio. Rubel (1,8 Mio. Euro) bzw. 34,7 Mio. Rubel (37.000 Euro). Unter den Klägern finden sich Unternehmen wie Severstal (Metallurgie), Sitronics (Elektronik), Uralkali (Mineraldünger), VTB (Bankwesen) und MegaFon (Telekommunikationen) sowie Russlands zentrale Wertpapierverwahrstelle NRD (Nationaler Zentralverwahrer).
Im Januar kamen die Gazprombank und der Lebensmittelhändler Lenta hinzu, die Microsoft Rus auf 91 Mio. bzw. 16 Mio. Rubel (970.000 bzw. 170.200 Euro) verklagten. Der Klage von Lenta gab das Gericht inzwischen statt. Die anderen Klagen werden weiter verhandelt. / [RBC](
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