Laut der russischen Regierung gelangen immer weniger westliche Produkte über den Parallelimport ins Land. So nennt man die Einfuhr von Produkten ohne Zustimmung des Herstellers, die meist über Drittländer abgewickelt wird. Russland hatte den Parallelimport im Mai 2022 legalisiert, nachdem etliche westliche Hersteller den lokalen Markt verlassen oder ihre Lieferungen eingestellt hatten. Anfang dieses Jahres habe das Volumen der Parallelimporte im Schnitt 2,5 Mrd. US-Dollar pro Monat betragen, teilte Vizepremier Denis Manturow gestern in einem TV-Interview mit. Vor drei Jahren sei der monatliche Wert noch dreimal so hoch gewesen. Industrie- und Handelsminister Anton Alichanow führte den Rückgang auf die Entwicklung der heimischen Produktion sowie die gestiegenen Importe aus „befreundeten“ Ländern zurück. Sein Ministerium aktualisiere fortlaufend die Liste der für den Parallelimport zugelassenen Produkte, sagte Alichanow. Im August wolle es u.a. bestimmte Produkte der Leichtindustrie und elektronische Erzeugnisse aus der Liste streichen. Im ersten Quartal 2025 wurden laut Regierungsangaben Waren im Wert von 6,8 Mrd. US-Dollar „parallel“ nach Russland eingeführt. / [Prime](
https://1prime.ru/20250617/manturov-858575509.html), [Interfax](
https://www.interfax.ru/forumspb/1031546) (beide RU)