Hochland bekräftigt Russlandgeschäft
Der Käseproduzent Hochland erwägt, den 2022 verhängten Investitionsstopp in Russland zu beenden. Das sagte der Vorstandsvorsitzende des schwäbischen Familienunternehmens Peter Stahl auf der Jahrespressekonferenz. „Wir überlegen, in den drei russischen Werken wieder zu investieren und auf dem Markt auch wieder zu werben“, führte Stahl aus, betonte aber zugleich, dass noch nichts entschieden sei. Hochland beschäftigt in Russland 1800 seiner weltweit fast 6200 Mitarbeiter. Vor 2022 sei das Unternehmen russischer Marktführer gewesen und habe dort fast ein Viertel seines Gesamtumsatzes erzielt, führte Stahl aus. Inzwischen sei ein russischer Konkurrent die Nr. 1 und der russische Anteil am Umsatz fiel auf 20%. Wirtschaftsprüfer schätzen die Wahrscheinlichkeit des Totalverlustes in Russland auf 30%, was es noch erlaube, die Tochter in die Jahresbilanz der Muttergesellschaft aufzunehmen. Hochland wolle die Verbindung nach Russland nicht abreißen lassen, so Stahl, der nach Ostern zwei der nahe Moskau gelegenen Werke besucht hat. „Das ist auch ein emotionales Thema für uns als Familienunternehmen. Schließlich haben wir das Geschäft über 20 Jahre mühsam aufgebaut“, zitiert das Handelsblatt den Hochland-Chef. Zur Kritik am Verbleib in Russland sagte Stahl: „Ich kann abends in den Spiegel schauen und ich kann auch ruhig schlafen.“ / [Schwäbische Zeitung](https://www.schwaebische.de/wirtschaft/hochland-erwaegt-neue-investitionen-in-russland-2490008)
03.05.2024
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