Höheres Defizit 2024

Das Defizit des laufenden russischen Staatshaushalts fällt größter aus als ursprünglich angesetzt. Statt der bisher geplanten Unterdeckung in Höhe von 1,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) werde sie 1,7% betragen, geht aus der neuen Prognose des Finanzministeriums hervor. In absoluten Zahlen rechnet das Ministerium nun mit einem Minus von 3,3 Bio. Rubel (31 Mrd. Euro). Grund dafür sind Mehrausgaben des Staates in Höhe von 1,5 Bio. Rubel (13,2 Mrd. Euro). Laut dem stellvertretenden Finanzminister Wladimir Kolytschew sollen sie nicht über neue Schulden oder den Nationalen Wohlstandsfonds, sondern aus „angesammelten Rubel-Resten des föderalen Budgets“ finanziert werden.

Die höheren staatlichen Ausgaben könnten bei der nächsten Leitzinsentscheidung der russischen Zentralbank am 25. Oktober eine Rolle spielen, vermutet die Wirtschaftszeitung Kommersant. So deutete Zentralbank-Vize Alexej Sabotkin gestern an, dass das höhere Defizit zu einer Anhebung der Inflationsprognose führen könnte. Ein weiterer Faktor sei die jüngst beschlossene überraschend starke Anhebung der Kommunalgebühren zum 1. Juli 2025 um 11,9% (wir berichteten gestern im Morgen-Update). / [Interfax](https://www.interfax.ru/business/984433) (RU), [Kommersant](https://www.kommersant.ru/doc/7198605) (RU)

05.10.2024

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